Review
Eventide - Diaries from the gallows
Released: 27.10.2006
Label: Cartel Media
Genre: Melodic Death Metal
Homepage:
http://www.eventideweb.com
Woran denkt man, wenn man an schwedischen Melo Death denkt? Also mir fielen spontan In Flames, At The Gates, Soilwork und The Haunted ein.
Aus Schweden kommen auch Eventide und ihr Stil ist, das kommt jetzt überraschend, Melodic Death Metal! Man könnte also generell eine große Ähnlichkeit zu den oben genannten Vertretern vermuten. Dieses stimmt jedoch nur teilweise, es kommen auch ab und an Erinnerungen an Dimmu Borgir auf, was eine interessante, annehmbare Kombination schafft. Tragende Keyboardpassagen, an Lagerfeuerstimmung erinnernde Gitarrensoli und entrücktes Geigenspiel durchbrechen die ansonsten eher harten Riffs und die aggressiven Growls. Zeitweise wird auch auf clean Vocals zurückgegriffen, die sich im Moll halten, wie es der Göteborger Schule immanent ist. Teilweise wird auch mit Screams gearbeitet, die sich sehr gut in das Gesamtkonzept einfügen. Die Songstrukturen sind auch dadurch abwechslungsreich gestaltet, dass teilweise zwei Vocalspuren übereinander gelegt sind. Gitarrensoli und sehr keyboardhaltige Intros lockern den Sound weiter auf. Die Herren Jacob Magnusson an Vocals, Gitarre und Electronics, Sebastian Olsson mit Gitarre und Backing Vocals sowie die Rhythmusfraktion Thomas Magnusson am Bass und mit Backing Vocals und Max Seppälä an Drums, Percussions und Electronics geben ihr bestes und schaffen es, den geneigten Hörer zu überzeugen, vor allem, da sie nicht in die Selbe schiene wie In Flames oder Soilwork tendieren, sondern selbstständiger agieren, dazu kommt eine saubere Produktion und ein ausgesprochen passendes, abstraktes Art-Work. Interessant ist das ruhige Instrumental „Vargavidderna“, mein Anspieltipp ist jedoch „The Skeleton Who Sold His Skin“, das alle Elemente des Melo Death vereint und die Leistung des Quartetts auf den Punkt bringt. In diesem Sinne 4,5 für Eventide mit „Diaries From The Gallows“. Insgesamt eine sehr überzeugende Scheibe, die mit Sicherheit noch länger in meinem CD Player rotieren wird.
Score: 4,5 von 5

Mandra