Review
Skady - Eyn Raunen im Tannicht
Released: 11.09.2009
Label: Asatru Klangwerke
Genre: Black Metal/ Pagan Metal
Homepage:
http://www.myspace.com/skadymetal
Im Winter 2006 entstand im tiefsten Mecklenburg Vorpommern, genauer gesagt in Greifswald, die Black Metal-Band Skady, benannt nach der germanischen Göttin der Jagd und des Eises. In den drei Jahren bis heute, entstand eine EP namens Treibjagd, eine Samplerbeteiligung auf dem Sampler "Krieg gegen das Kreuz" und diverse Auftritte als Support und Headliner folgten. Darunter auch namhaftere Bands wie etwa Tyr.
Thematisch bewegt sich "Eyn Raunen im Tannicht" selbstverständlich im germanisch – mythologischen Bereich und folgerichtig gehören Jagdmotive und Krieg dazu, wie etwa in "Treibjagd" und "Herbstwind". Musikalisch allerdings kommen beide Einflüsse mal mehr, mal weniger intensiv zum Vorschein, doch abgesehen von solchen Kleinigkeiten, das Konzept geht gut auf. Auch wenn nur acht Songs auf diesem Album sind, die Gesamtspielzeit bei nicht einmal ganz 40 Minuten liegt und der erste Track aus der Schlachtung eines Schweins besteht, sind die Songs allemal unterhaltsam, haben ein ordentliches Tempo und wirken handwerklich gut.
Starke Tracks sind "Treibjagd" und "Der Mühe Lohn", sowie das imposante "Furor Teutonicus". Das neuaufgenommene "Treibjagd", wie bereits erwähnt, schon mal als EP erschienen, ist für meine Begriffe ein episches, atmosphärisch stimmiges Werk. "Der Mühe Lohn" dagegen ist ein sehr folkiger Track, der ganz ohne Black Metal Riffs oder Screams auskommt und eher an Lagerfeuerstimmung erinnert. Dagegen wirkt "Furor Teutonicus", die teutonische Raserei, mit Schlachtchören und dementsprechende Kriegseffekte martialisch.
Häufig erinnert mich die Skady Horde, wie sich die Jungs selbst nennen und aktuell einen Drummer suchen, an Bands wie Amon Amarth, Black Messiah oder Satyricon.
Das Cover ist wohl ziemlich Genretypisch:
Dunkler Forst in schwarzweißer Schneelandschaft und im optischen Mittelpunkt, eine rote Blutspur von der, im Einklang geschlachteten, Sau, die allerdings hauptsächlich die entsprechende Szene ansprechen wird und für viele andere abschreckend wirken mag.
Mein Fazit bleibt heut mal kurz, ich vergebe 3,5 Gitarren für ein gutes Album.
Score: 3,5 von 5 Gitarren

Sage